PROJEKTE

Die Emscher-Freunde betrachten den Emscher-Umbau nicht nur als Generationenprojekt der wasserbaulichen und ökologischen Erneuerung, sondern auch als Impulsgeber für einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel. Übergeordnetes Ziel der Emscherfreunde war und ist dabei die Förderung der Lebensqualität aller Menschen im Emschertal.

Die Emscher-Freunde waren seit ihrer Gründung an verschiedensten Initiativen und Projekten aktiv beteiligt:

  • Gemeinsam mit vielen Akteur:innen aus der Region wirkten sie an der Entwicklung von Konzepten für einen nachhaltigen Tourismus im Neuen Emschertal mit. Dabei setzen sie in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen und den Regio-Guides insbesondere auf geführte Touren, auf denen die  Orte des Wandels zum Erlebnis werden sollten.  
  • Im Auftrag der Emschergenossenschaft befassten sich die Emscher-Freunde 2012 in mehreren Partizipations-Workshops mit der Fragestellung, wie die Bevölkerung stärker am Prozess des Wandels beteiligt werden kann. Die Workshops lieferten Anregungen für die gezielte Einbeziehung von Menschen mit Migrationshintergrund, Jugendlichen, Senioren und Menschen mit Behinderungen.
  • 2012 gaben die Emscher-Freunde unter dem Titel „Emscher Skizzen“ die über einen Zeitraum von fünf Jahren im Auftrag der Emschergenossenschaft erarbeiteten Dokumentarfilme von Christoph Hübner und Gabriele Voss heraus. Die Emscher-Skizzen wurden inzwischen fortgesetzt und im Rahmen einer Ausstellung und einer eigenen Veranstaltungsreihe im Ruhr Museum und in den Räumen der auf Zeche Zollverein im Jahre 2022 präsentiert .
  • Gemeinsam mit der VHS Gelsenkirchen, der Stadtbücherei Gelsenkirchen, dem Verband deutscher Schriftsteller NRW und der KulturInitiative Emscher-Lippe schrieben die Emscher-Freunde zweimal einen Erzählwettbewerb unter dem Titel „Mensch Emscher – Heimkehr eines Flusses“ aus, bei dem der Wandel im Emschertal zur Hauptfigur wurde.
  • Im September 2012 führten die Emscher-Freunde die Veranstaltung „Emscher Elemente“ im BernePark und im Stadtteil Bottrop-Ebel durch. Die viertägige Veranstaltung stand unter dem Motto „Ein Fluss kommt zur Sprache“ und bot ein buntes Programm mit Künstlern und diversen Akteur:innen aus dem Emschertal.
  • Workshops zur Umweltbildung mit Anbietern von Umweltbildungsprogrammen führten zu der Idee einer Plattform zu Umweltbildungsangeboten in der Region. Diese wurde von RVR und Emschergenossenschaft/Lippeverband realisiert: 
    www.umweltportal.metropoleruhr.de
  • Auch an dem vom Initiativkreis Ruhr prämierten Projekt „Am Fluss entlang schreiben“ waren die Emscher-Freunde beteiligt. Gemeinsam mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis, dem kinder- und jugendliteraturzentrum NRW und der Emschergenossenschaft haben sie Jugendliche aus den Emscher-Städten dazu angeregt, eine Erzählung in Etappen zu verfassen, die von der Emscher-Quelle in Holzwickede bis an die Mündung in Dinslaken führt. Das Buch ist unter dem Titel "Stromabwärts" im Klartext Verlag erschienen.
  • In einem Workshop zum Thema Transition Town/Urban Gardening befassten sich die Emscher-Freunde gemeinsam mit Aktiven der Region mit der Fragestellung, wie brachliegendes Land an der Emscher produktiv von der Zivilgesellschaft genutzt werden kann.
  • In einer Reihe von Expert:innen-Gesprächen widmeten sich die Emscher-Freunde den Themenfeldern Kunst, Landschaftsplanung, Wirtschaft, Sozialwesen und Gesundheit. Eine von der Emschergenossenschaft beauftragte ZEFIR-Sozialraumanalyse (RUB) für den Emscherraum wurde im Rahmen von internen und externen Veranstaltungen präsentiert und diskutiert.
  • Im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal" führten die Emscher-Freunde 2013 in Bottrop-Ebel und Dortmund-Hoerde Maltage mit namhaften Künstlern unter dem Motto „Farb(t)raum Emscherland“ durch. Dabei kooperierten wir mit den Kommunen und lokalen Initiativen vor Ort, in Bottrop z.B. mit dem Bürgerladen und der Initiative Ebel 27, in Dortmund mit dem Stadtteilbüro und der Künstlergruppe „ExtraWurst“.
  • Gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund NW ließen die Emscher-Freunde den letzten Abschnitt und die Mündung der Berne in die Emscher am Berne-Park in Bottrop-Ebel im authentischen baulichen Zustand vor dem Emscher-Umbau unter Denkmalschutz stellen, damit künftige Generationen hier – anhand der direkten Gegenüberstellung des Vorher- und Nachher-Zustands – mit möglichst allen Sinnen und am eigenen Leibe erfahren und erleben können.